COVID vs. Grippe vs. RSV – Die wichtigsten Unterschiede 2025

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Im Winter 2025 treten COVID‑19, Grippe und RSV erneut gemeinsam auf und belasten Gesundheitssysteme weltweit. Diese drei Atemwegsinfektionen verursachen ähnliche Symptome – und doch unterscheiden sie sich in Verlauf, Ansteckungsgefahr und Behandlungsmöglichkeiten. Wer die wichtigsten Unterschiede kennt, kann schneller reagieren und schützt sich und andere gezielter.

Während COVID‑19 weiterhin durch neue Virusvarianten auffällt, kehren klassische Influenza‑Wellen mit gewohnter Regelmäßigkeit zurück. Das Respiratorische Synzytial‑Virus (RSV) betrifft zunehmend nicht nur Kinder, sondern auch ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. 2025 steht damit erneut ein Vergleich im Fokus: Welcher Erreger dominiert, und wie lassen sich die Infektionen sicher unterscheiden?

Diese Analyse liefert klare Antworten – von Symptomen und Diagnoseverfahren über Behandlungsstrategien bis hin zu Prävention und Impfoptionen. Fachlich fundiert und aktuell, bietet sie Orientierung in einer Zeit, in der Atemwegserkrankungen vielfältiger und schwerer voneinander zu trennen sind.

Was sind COVID-19, Grippe und RSV?

Diese drei Atemwegserkrankungen entstehen durch unterschiedliche Viren, zeigen aber teilweise ähnliche Symptome wie Husten oder Fieber. Entscheidend sind ihre Erreger, die Art der Übertragung und ihre Entwicklungsgeschichte, die jeweils Einfluss auf Verbreitung und Krankheitsverlauf haben.

Definition und Erreger

COVID-19 wird durch das Virus SARS-CoV-2 verursacht, ein Mitglied der Coronavirus-Familie. Es befällt vor allem die Atemwege, kann aber auch andere Organe beeinflussen. Typische Symptome reichen von Halsschmerzen und Husten bis zu Geruchsverlust und Kurzatmigkeit.

Die Grippe (Influenza) entsteht durch Influenza-A- und -B-Viren. Sie löst meist plötzliches Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und starke Erschöpfung aus. Mutationen der Erreger führen regelmäßig zu neuen Varianten, weshalb jährliche Anpassungen des Impfstoffes nötig sind.

RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) gehört zur Familie der Pneumoviren. Es befällt vorrangig die unteren Atemwege und betrifft besonders Säuglinge und ältere Menschen. Bei milden Verläufen ähnelt es einer Erkältung, doch bei Risikogruppen kann es zu Bronchiolitis oder Lungenentzündung führen.

Krankheit Erreger Hauptzielgruppe Typische Symptome
COVID-19 SARS-CoV-2 Erwachsene, Ältere Fieber, Husten, Geruchsverlust
Grippe Influenza-A/-B-Virus Alle Altersgruppen Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen
RSV Respiratorisches Synzytial-Virus Kinder, Ältere Husten, Atemnot, pfeifende Atmung

Übertragungswege

Alle drei Erkrankungen verbreiten sich über Tröpfchen- und Aerosolübertragung – also durch Husten, Niesen oder Sprechen. SARS-CoV-2 kann zudem über feine Aerosole in geschlossenen Räumen längere Zeit in der Luft bleiben.

Influenza-Viren übertragen sich häufig in der kälteren Jahreszeit, wenn sich Menschen vermehrt in Innenräumen aufhalten. Kurzer Abstand und schlechte Belüftung erhöhen das Infektionsrisiko erheblich.

RSV verbreitet sich ebenfalls über Tröpfchen, kann aber zusätzlich durch direkten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen auf Hände und Schleimhäute gelangen. Das Virus bleibt dabei auf Oberflächen länger infektiös als viele andere Erreger, was Hygienemaßnahmen besonders wichtig macht.

Historische Entwicklung

COVID-19 trat Ende 2019 erstmals in China auf und löste 2020 eine weltweite Pandemie aus. Impfstoffe und antivirale Therapien reduzierten in den Folgejahren schwere Verläufe deutlich.

Die Grippe ist seit Jahrhunderten bekannt. Größere Pandemien wie die „Spanische Grippe“ von 1918 leiteten die moderne Influenza-Forschung ein. Heute überwachen Gesundheitseinrichtungen weltweit die Virusaktivität, um Impfstoffe jährlich anzupassen.

RSV wurde in den 1950er-Jahren entdeckt und gilt inzwischen als eine der häufigsten Ursachen schwerer Atemwegserkrankungen bei Babys. Seit 2023 stehen erste Impfstoffe und Antikörpertherapien zur Verfügung, was das Risiko schwerer Krankheitsverläufe verringert.

Symptome: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Atemwegsinfektionen durch SARS-CoV‑2Influenzaviren oder RS-Viren (RSV) zeigen sich oft mit ähnlichen Beschwerden. Dennoch unterscheiden sich Verlauf, Häufigkeit bestimmter Symptome und deren Intensität deutlich, was für Diagnose und Behandlung entscheidend ist.

Typische Symptome von COVID-19

COVID-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen – von milden Erkältungszeichen bis zu schweren Atemwegserkrankungen. Häufig treten HustenFieberMüdigkeit und Halsschmerzen auf. Viele Betroffene berichten außerdem über KopfschmerzenGliederschmerzen und Kurzatmigkeit.

Ein Merkmal, das COVID-19 weiterhin von anderen Atemwegserkrankungen abhebt, ist die plötzliche Störung oder der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Dieser tritt zwar seltener auf als in den ersten Pandemiejahren, bleibt aber ein diagnostischer Hinweis.

Seltenere Symptome sind Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Übelkeit. Schwerere Fälle gehen mit anhaltender Atemnot oder Brustschmerzen einher, was auf eine Lungenentzündung hindeuten kann.

Häufige Symptome Gelegentliche Symptome Schwere Verläufe
Husten, Fieber, Müdigkeit Geschmacksverlust, Kopfschmerz Kurzatmigkeit, Brustdruck, Lungenentzündung

Charakteristische Symptome der Grippe

Die Influenza (Grippe) beginnt meist plötzlich und mit ausgeprägteren Symptomen als die meisten Covid‑19-Infektionen. Typisch sind hohes FieberSchüttelfroststarke Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockener Husten. Die Erkrankten fühlen sich oft innerhalb weniger Stunden stark abgeschlagen.

Im Gegensatz zu COVID-19 tritt ein Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns kaum auf. Stattdessen dominieren allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen.

Bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen kann sich die Grippe zu Bronchitis oder Lungenentzündung entwickeln. Bei Kindern sind Übelkeit und Erbrechen häufigere Zusatzsymptome.

Typisch stark ausgeprägt Seltener vorkommend
Fieber über 38,5 °C, Schüttelfrost, Muskelschmerzen Halsschmerz, Schnupfen

Symptombild bei RSV-Infektion

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) betrifft besonders Kleinkinder, ältere Menschen und Immungeschwächte. Typisch sind laufende oder verstopfte NaseHusten und leichtes Fieber. Bei Säuglingen verursacht RSV häufig pfeifende Atmung oder Atemgeräusche, da die kleinen Atemwege schneller verengt sind.

Im Unterschied zu COVID‑19 oder Grippe entwickelt sich RSV meist schleichend. Erwachsene erleben oft nur eine leichte Erkältung, während Kleinkinder schwer atmen oder trinken können.

Warnzeichen für Komplikationen sind ein hörbares Keuchen, schnelle Atmung oder Blaufärbung der Lippen. Diese Symptome erfordern ärztliche Abklärung.

Altersgruppe Häufige Symptome Risiko
Säuglinge Husten, pfeifende Atmung, Trinkschwäche Atemnot, Krankenhausaufenthalt
Erwachsene Schnupfen, leichter Husten meist milder Verlauf

Diagnoseverfahren im Vergleich

Die Identifikation von COVID-19, Influenza (Grippe) und RSV erfordert unterschiedliche, aber teilweise kombinierbare Testmethoden. Während Schnelltests eine erste Einschätzung ermöglichen, liefern Laboranalysen die zuverlässigsten Ergebnisse zur Abgrenzung der Erreger.

Testmöglichkeiten und Genauigkeit

Apotheken und Drogerien bieten inzwischen Kombi-Selbsttests an, die auf SARS-CoV‑2, Influenza A/B und RSV reagieren. Diese Tests erkennen spezifische Virusproteine (Antigene) und liefern innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis. Sie sind besonders nützlich für eine erste Einschätzung bei typischen Atemwegssymptomen wie Husten oder Fieber.

Die Genauigkeit variiert jedoch stark. Antigen-Schnelltests erreichen meist eine Sensitivität von 60–80 %, abhängig von Viruslast, Probenqualität und Testhersteller. PCR-basierte Verfahren bleiben der diagnostische Goldstandard, da sie virale Erbsubstanz nachweisen und auch geringe Virusmengen erfassen können.

Ein sinnvoller Ansatz ist die Kombination beider Methoden: Schnelltests zur schnellen Orientierung und Labortests zur Bestätigung bei positivem oder unklarem Ergebnis. Fehlinterpretationen lassen sich dadurch deutlich reduzieren.

Unterscheidung durch Laboranalyse

Labore setzen vorrangig auf PCR-Diagnostik, um zwischen COVID‑19, Influenza und RSV zu unterscheiden. Diese Verfahren identifizieren spezifische genetische Marker der Erreger und zeigen mit über 95 % Genauigkeit an, welcher Virus vorliegt.

In einigen Laboren kommen Multiplex-PCR-Tests zum Einsatz, die in einer einzigen Analyse mehrere Viren gleichzeitig nachweisen. Diese Methode spart Zeit und erleichtert ärztliche Entscheidungen über geeignete Therapien und Isolationsempfehlungen.

Auch serologische Tests spielen eine Rolle, insbesondere zur Untersuchung vergangener Infektionen oder Impfwirkungen. Sie messen Antikörper im Blut, liefern jedoch keine Aussage über eine aktuelle Erkrankung. Für akute Situationen bleibt daher die PCR der entscheidende diagnostische Standard.

Verlauf und Komplikationen

COVID-19, Influenza und RSV verursachen jeweils Infektionen der Atemwege, unterscheiden sich jedoch in Dauer, Schwere und möglichen Folgeschäden. Die Krankheitsverläufe reichen von milden Beschwerden bis zu schweren Komplikationen, abhängig von Virusvariante, Immunlage und Alter der Betroffenen.

Mögliche Krankheitsverläufe

COVID-19 beginnt oft mit Müdigkeit, Halsschmerzen und Husten. Der Verlauf kann mild bleiben, sich aber nach einigen Tagen verschlechtern. Atemnot, Fieber und Geschmacksverlust treten bei moderaten bis schweren Verläufen häufiger auf. Langfristige Beschwerden wie Long COVID mit anhaltender Erschöpfung oder Konzentrationsproblemen bleiben bei einem Teil der Erkrankten bestehen.

Influenza (Grippe) entwickelt sich meist abrupt mit hohem Fieber, Gliederschmerzen und starkem Krankheitsgefühl. Meist klingt die Erkrankung nach etwa einer Woche ab. Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen treten vor allem bei älteren Menschen oder bereits Vorerkrankten auf.

RSV betrifft vor allem Kinder und ältere Erwachsene. Die Infektion beginnt oft wie eine Erkältung, kann sich aber zu einer Bronchiolitis oder Pneumonie entwickeln. Säuglinge zeigen häufig pfeifende Atmung oder Trinkschwäche, während Erwachsene einen eher milden Verlauf erleben.

Erkrankung Typischer Beginn Komplikationen
COVID-19 schleichend Long COVID, Pneumonie
Influenza plötzlich Lungen- & Herzmuskelentzündung
RSV meist mild, teils schwer bei Kleinkindern Bronchiolitis, Atemversagen

Risiken für spezielle Bevölkerungsgruppen

Ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit geschwächtem Immunsystem sind am stärksten gefährdet. Bei COVID-19 steigt das Risiko für schwere Lungenentzündungen und Kreislaufversagen. Grunderkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz verschlechtern den Verlauf deutlich.

Schwangere reagieren empfindlicher auf Grippeinfektionen, da das Immunsystem physiologisch abgeschwächt ist. Eine Influenza kann in dieser Gruppe zu Frühgeburten oder schweren Atemproblemen führen. Daher wird die jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen.

Säuglinge und Kleinkinder sind besonders anfällig für RSV, weil ihre Atemwege klein und anfälliger für Schleimverstopfung sind. Rund 2–3 % benötigen stationäre Behandlung, vor allem bei Frühgeborenen. In Pflegeeinrichtungen können RSV-Ausbrüche bei Hochbetagten ebenfalls schwer verlaufen.

Behandlung und Therapieoptionen

Die Behandlung von COVID‑19, Grippe und RSV zielt darauf ab, Komplikationen zu vermeiden, typische Symptome zu lindern und die Virenvermehrung früh zu bremsen. Je nach Erreger unterscheiden sich die zugelassenen antiviralen Medikamente, während allgemeine Unterstützungsmaßnahmen das Immunsystem stärken und den Verlauf günstig beeinflussen können.

Medikamentöse Ansätze

COVID‑19: Therapeutische Optionen umfassen antivirale Wirkstoffe wie Nirmatrelvir/Ritonavir und Remdesivir, die vor allem bei Risikopatienten in der frühen Krankheitsphase wirken. Zudem kommen spezifische monoklonale Antikörper bei bestimmten Virusvarianten infrage, sofern deren Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Grippe (Influenza): Hier werden Neuraminidase-Hemmer (z. B. Oseltamivir, Zanamivir) eingesetzt. Sie verkürzen in der Regel die Krankheitsdauer um etwa ein bis zwei Tage, wenn sie innerhalb der ersten 48 Stunden verabreicht werden. Hochrisikopatienten profitieren am stärksten von einer frühen antiviralen Therapie.

RSV: Bei Erwachsenen verläuft eine RSV-Infektion meist mild, doch bei Säuglingen und Älteren kann eine antivirale Therapie mit Ribavirin erwogen werden. Neu zugelassene monoklonale Antikörper (etwa Nirsevimab) werden zur Prävention bei Säuglingen eingesetzt, um schwere Verläufe zu verhindern. Eine Impfoption für ältere Erwachsene besteht inzwischen ebenfalls.

Supportive Maßnahmen

Supportive Therapien konzentrieren sich auf Symptomlinderung und Kreislaufstabilität. Regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, Fiebersenkung mit Paracetamol oder Ibuprofen und ausreichende Ruhe gelten als Basismaßnahmen bei allen drei Erkrankungen.

Bei schweren Verläufen kann eine Sauerstoffgabe oder nicht-invasive Beatmung notwendig werden, insbesondere bei COVID‑19 und RSV. Ärztinnen und Ärzte achten zudem auf eine mögliche bakterielle Superinfektion, die eine gezielte Antibiotikagabe erfordert.

Luftbefeuchtung, ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Reizstoffen wie Tabakrauch unterstützen die Schleimhautfunktion. In Kliniken werden bei COVID‑19 zusätzlich Kortikosteroide eingesetzt, um überschießende Entzündungsreaktionen der Lunge zu dämpfen.

Prävention und Impfmöglichkeiten

Gezielte Impfprogramme und konsequente Hygienemaßnahmen reduzieren das Risiko schwerer Atemwegsinfektionen deutlich. Sowohl bestehende als auch neue Impfstoffe bieten 2025 wirksamen Schutz für unterschiedliche Alters- und Risikogruppen.

Impfstoffe im Überblick

Für COVID-19Influenza und RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) stehen in der EU mehrere zugelassene Impfstoffe zur Verfügung.

Krankheit Impfstofftypen Zielgruppen Besonderheiten
COVID-19 mRNA, Proteinbasiert Erwachsene, Risikogruppen Auffrischungsimpfungen jährlich empfohlen
Influenza (Grippe) Inaktiviert, adjuvantiert, nasale Lebendimpfstoffe Alle ab 60 Jahren, chronisch Kranke, medizinisches Personal Impfstoff passt sich jährlich an Virusvarianten an
RSV Proteinbasiert (Arexvy, Abrysvo), mRNA (mResvia) Ältere Erwachsene, Schwangere zum Schutz Neugeborener Neue Impfstoffe seit 2023/2024 in breiter Anwendung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Impfungen im Frühherbst zu planen, um den Schutz rechtzeitig zur Erkältungssaison aufzubauen.
Personen mit chronischen Erkrankungen sollten die Impfreihenfolge mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen, da sich Kombinationen – etwa Grippe und COVID-19 – oft gemeinsam verabreichen lassen.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Neben Impfungen bleibt der Alltagsschutz entscheidend. Regelmäßiges Händewaschen, das Meiden überfüllter Innenräume und das Lüften geschlossener Räume senken die Infektionswahrscheinlichkeit.

Masken tragen bleibt in medizinischen Einrichtungen oder bei Symptomen sinnvoll. Auch das Husten und Niesen in die Ellenbeuge verhindert Tröpfchenverbreitung.

Besonders wirksam:

  • Abstand halten bei Erkältungszeichen
  • Oberflächen regelmäßig reinigen
  • Körperliche Nähe bei Krankheit vermeiden

Diese einfachen Gewohnheiten ergeben zusammen mit Impfungen einen zuverlässigen Schutz gegen die drei häufigsten Atemwegsviren des Winters.

Besondere Herausforderungen im Jahr 2025

Im Jahr 2025 stehen Atemwegsviren erneut im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die gleichzeitige Verbreitung von COVID‑19Influenza und RSV hat die Krankheitslast in mehreren Altersgruppen deutlich erhöht und stellt sowohl das Gesundheitssystem als auch die Präventionsstrategien auf die Probe.

Trends bei Fallzahlen

Die Fallzahlen von Atemwegserkrankungen lagen 2025 über dem Durchschnitt der Vorjahre. Besonders Grippe und RSV zeigten laut Gesundheitserfassungen eine längere und intensivere Saison. Die Grippewelle dauerte etwa 16 Wochen, während RSV 13 Wochen aktiv blieb.

COVID‑19 verursachte weiterhin die höchsten Hospitalisierungsraten unter älteren Erwachsenen. Daten aus europäischen Studien zeigen, dass das Coronavirus medizinisch relevanter blieb als Influenza. Dagegen betrafen RSV‑Infektionen zunehmend auch Schulkinder, was zu einer Vielzahl von Krankmeldungen in Bildungseinrichtungen führte.

Virus Hauptbetroffene Gruppe Saisonverlauf Belastung
COVID‑19 Ältere Erwachsene Winter bis Frühjahr Hoch
Influenza Erwachsene und Kinder Winter Mittel bis hoch
RSV Kinder und Senioren Herbst bis Winter Hoch

Diese parallelen Wellen erschweren die Kapazitätsplanung für Krankenhäuser und erhöhen den Bedarf an präziser Surveillance.

Entwicklungen bei Mutationen

COVID‑19 blieb auch 2025 genetisch aktiv, mit neuen Subvarianten, die infektiöser, aber nicht zwingend schwerer verliefen. Sequenzierungen zeigten Veränderungen im Spike‑Protein, die sich auf Immunflucht und Impfwirksamkeit auswirken konnten.

Bei Influenza dominierten Stämme der H3N2‑Linie, wobei eine moderate Impfanpassung notwendig war. Experten betonten, dass die Impfstoff‑Mischung 2025 besser mit den zirkulierenden Viren übereinstimmte als im Vorjahr.

RSV zeigte weniger genetische Dynamik, doch Studien aus Skandinavien dokumentierten Unterschiede in den dominanten Linien A und B. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass kontinuierliche Überwachung notwendig bleibt, um zukünftige Ausbrüche schnell zu erkennen und Impfstrategien anzupassen.

Gesundheitssystem und Versorgung

Krankenhäuser verzeichneten im Winter 2025 eine deutliche Arbeitsbelastung. Viele Intensivstationen arbeiteten an ihrer Kapazitätsgrenze, insbesondere während der Überschneidung von Grippe‑ und COVID‑Wellen. Pflege‑ und Kinderstationen waren durch RSV‑Fälle besonders betroffen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfahl neue Impfstrategien, darunter eine einmalige RSV‑Impfung für Personen ab 75 Jahren sowie für bestimmte Risikogruppen ab 60. Diese Empfehlungen zielten darauf ab, Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und den Schutz vulnerabler Gruppen zu verbessern.

Neben Impfprogrammen spielte auch die verbesserte Koordination ambulanter und stationärer Versorgung eine wichtige Rolle. Digitale Melde‑ und Frühwarnsysteme unterstützten Ärztinnen und Ärzte dabei, regionale Trends frühzeitig zu erkennen und Ressourcen gezielter einzusetzen.

Fazit: Wichtigste Unterschiede im Überblick

COVID‑19, Grippe und RSV zeigen ähnliche Atemwegssymptome, unterscheiden sich aber deutlich in Ursache, Verlauf und Risikoprofil. Alle drei Infektionen werden durch verschiedene Viren ausgelöst und benötigen daher differenzierte Diagnostik und Behandlung.

Verursacher:

  • COVID‑19: SARS‑CoV‑2
  • Grippe: Influenzaviren (A und B)
  • RSV: Respiratorisches Synzytial‑Virus

Symptome im Vergleich:

Merkmal COVID‑19 Grippe RSV
Beginn der Symptome Allmählich Plötzlich Allmählich
Fieber Häufig, teils anhaltend Hoch und plötzlich Möglich, oft bei Kindern
Husten Trocken, langanhaltend Stark, produktiv möglich Häufig, rasselnd
Geschmacks-/Geruchsverlust Möglich Selten Selten
Atemnot Häufig bei schwerem Verlauf Möglich bei Vorerkrankten Häufig bei Kleinkindern

Während COVID‑19 häufig mit länger anhaltender Müdigkeit oder Geruchsverlust verbunden ist, verläuft die Grippe in der Regel akuter und intensiver, klingt aber meist schneller ab. RSV betrifft besonders Säuglinge und ältere Menschen stärker und kann dort schwere Atemprobleme verursachen.

Tests bleiben entscheidend, um die Erreger zuverlässig zu unterscheiden. Präventionsmaßnahmen wie Impfung, Händehygiene und das Meiden enger Kontakte bei Symptomen senken das Ansteckungsrisiko deutlich.